Pläne
Pläne
Die Landkarte Ihres Projekts
Ein Plan ohne Zahlen ist wie eine Wanderkarte ohne Maßstab. Sie wissen zwar, wo Sie hinwollen, aber nicht, wie weit es ist und ob Ihre Schuhe durchhalten.
In der PRINCE2®-Methodik ist ein Plan kein starres Dokument, das einmal erstellt und dann in die Schublade gelegt wird. Er ist eine lebendige Gleichung, die sich mit dem Projekt entwickelt.
Die drei Planungsebenen
In unserem Musterprojekt — dem Café Logik am Isartor — sieht das so aus:
Projektplan (Gesamtübersicht): Eröffnung in 6 Monaten, Gesamtbudget 120.000 €. Das ist der Plan, den der Auftraggeber sieht.
Phasenplan (Eine Ebene tiefer): Was passiert in Monat 2 genau? Umbaugenehmigung einholen, Architekt beauftragen, erste Kaffeelieferanten kontaktieren. Das ist der Plan, mit dem der Projektmanager arbeitet.
Teamplan (Die operative Ebene): Welcher Handwerker kommt am Dienstag? Welche Rechnung muss bis Freitag bezahlt werden? Das ist der Plan, mit dem das Team täglich arbeitet.
Warum drei Ebenen?
Weil die Geschäftsführung nicht wissen muss, dass der Fliesenleger am Dienstag kommt. Und der Fliesenleger muss nicht wissen, wie hoch der ROI des Projekts ist. Jeder bekommt die Information, die er braucht — nicht mehr, nicht weniger.
Die wichtigste Regel beim Planen
Planen Sie nicht zu detailliert für die Zukunft. Wer heute plant, was in 5 Monaten passiert, plant oft ins Leere. In PRINCE2® nennen wir das das „Rollende-Welle-Prinzip": Die nächste Phase wird detailliert geplant, alles danach bleibt grob. Wie in München — man plant den Abend, aber nicht den nächsten Morgen. Das ergibt sich von selbst.
Ein Plan ist kein Versprechen. Er ist eine mathematisch fundierte Erwartung, die wir gemeinsam anpassen, wenn die Realität anders denkt.